Fahrbahnmarkierungen und Verkehrseinrichtungen: Leitlinie, Sperrfläche, Leitbake
Hör dir die Zusammenfassung der Lektion an· 2:32
- Eine durchgehende Fahrstreifenbegrenzung darfst du auch nicht teilweise überfahren.
- Eine Leitlinie darfst du nur überfahren, wenn du niemanden gefährdest.
- Liegen Linien zwischen den Pfeilmarkierungen, musst du der Pfeilrichtung folgen.
- Eine Sperrfläche darfst du nicht benutzen, auch nicht als Abkürzung.
- Flächen, die Leitbaken, Leitkegel oder Absperrtafeln sperren, darfst du nicht befahren, auch bei gelbem Blinklicht.
Hier siehst du, welche Linie zählt und welche Fläche du freilassen musst.
Die weiße Linie führt geradeaus, die gelbe daneben nach links: Welcher folgst du? Schau auf Farbe, Linienart und deine Seite der Markierung.
Welche Farbe gilt an einer Baustelle?
Du fährst durch eine Baustelle und erkennst noch die alte Spur. Markierungen sind Verkehrszeichen. Manche enthalten Gebote oder Verbote, andere geben nur Hinweise oder Empfehlungen. Gelbe Markierungen gelten vorübergehend und heben die weißen auf: Du folgst Gelb. Mehr dazu in der Lektion Verkehrszeichen: Arten und Aufbau.
Jede Linie kann auch aus einer gleichmäßig dichten Reihe von Markierungsknöpfen bestehen. Eine solche Knopfreihe beachtest du wie die Linie, die sie ersetzt.
Welche Linie darfst du überfahren?
Du möchtest an einem langsamen Fahrzeug vorbeifahren. Zuerst prüfst du die Linie: Eine Fahrstreifenbegrenzung ist eine durchgehende Linie. Sie trennt den Gegenverkehr ab oder mehrere Fahrstreifen in dieselbe Richtung. Bei der einseitigen Fahrstreifenbegrenzung liegt daneben eine unterbrochene Linie.

- Durchgehende Seite: Du darfst die Fahrstreifenbegrenzung auch nicht teilweise überfahren. Trennt sie den Gegenverkehr ab, fährst du rechts davon.
- Unterbrochene Seite: Bei der einseitigen Fahrstreifenbegrenzung darfst du die Markierung überfahren, wenn du niemanden gefährdest.
- Leitlinie: Diese unterbrochene Linie darfst du überfahren, solange du dadurch den Verkehr nicht gefährdest.
- Doppellinie: Die Fahrstreifenbegrenzung kann den Gegenverkehr auch mit einer Doppellinie abtrennen. Auch dann überfährst du keine der Linien. Liegen sie auseinander, kann der Zwischenraum grün ausgefüllt sein. Das ist weder ein Mittelstreifen noch eine bauliche Trennung.
- Schutzstreifen für den Radverkehr: Diesen mit Leitlinien und Fahrradsymbolen markierten Streifen darfst du nur bei Bedarf überfahren, etwa um dem Gegenverkehr auszuweichen, und ohne Radfahrer zu gefährden. Halten darfst du dort mit dem Auto nicht. Mehr dazu in der Lektion Fahrradstraße und Radverkehr.
Beispiel: Ein Lastwagen verdeckt dir die Sicht, und du lässt die linke Seite deines Autos ein Stück auf die durchgehende Linie rollen. Auch das ist teilweise überfahren und verboten.
Du fährst mit den linken Rädern auf der durchgehenden Mittellinie. Was gilt?
Neben dir liegt eine durchgehende Linie, dahinter eine unterbrochene. Darfst du zum Überholen hinüberfahren?
Was gilt beim Parken und an Zufahrten?
Du suchst am Fahrbahnrand einen Parkplatz, und in der Straßenmitte liegt eine durchgehende Fahrstreifenbegrenzung. Zum Parken müssen mindestens 3 m Fahrstreifen zwischen deinem Auto und der Linie bleiben. Das gilt auch bei der einseitigen Fahrstreifenbegrenzung.
Eine Fahrbahnbegrenzung grenzt dagegen die Fahrbahn ab. Dahinter kann ein Seitenstreifen oder ein Sonderweg liegen, zum Beispiel ein Radweg. Gibt es rechts einen solchen Streifen oder Weg, darfst du links der Begrenzung nicht halten.
Grenzt die Linie einen befestigten Seitenstreifen ab, müssen außerorts langsame Fahrzeuge wie Traktoren und Fuhrwerke möglichst rechts von ihr fahren.
Zu einer Grundstückszufahrt, die du anders nicht erreichst, darfst du die Fahrbahnbegrenzung überfahren. Grenzt die Linie einen Sonderweg ab, gilt das auch für anders nicht erreichbare Parkstände dahinter. Die Nutzer des Sonderwegs darfst du dabei weder gefährden noch behindern.
Diese Ausnahme gilt nur für die Fahrbahnbegrenzung am Rand, nicht für eine Linie zwischen Fahrstreifen.
Wann legen Pfeile deine Richtung fest?
Vor einer Kreuzung siehst du Pfeilmarkierungen auf den Fahrstreifen. Sie empfehlen dir, dich rechtzeitig passend zu deinem Ziel einzuordnen. Fahrzeuge, die sich schon eingeordnet haben, dürfen auch rechts überholt werden.

Beispiel: Deine durch Linien getrennte Spur hat nur einen Linkspfeil. Du musst an der nächsten Kreuzung links abbiegen.
Ein Vorankündigungspfeil kündigt eine Fahrstreifenbegrenzung an oder zeigt das Ende eines Fahrstreifens. Schau deshalb früh, wie deine Spur weiterführt.
Zwischen den Pfeilen liegen Leitlinien. Deine Spur zeigt nur geradeaus, du willst aber rechts abbiegen. Was gilt?
Welche Flächen musst du freilassen?
Vor dir liegt eine schraffierte Fläche, daneben am Rand eine Zickzacklinie. Die Fläche ist eine Sperrfläche, die Linie eine Grenzmarkierung für Halt- oder Parkverbote.

Eine Sperrfläche darfst du nicht benutzen, auch nicht als Abkürzung. Beispiel: Vor der Einmündung staut es sich, und neben den wartenden Autos liegt die freie Fläche. Auch dann fährst du nicht darüber.
Das kostet im Regelfall 10 €, beim Parken darauf 25 €. Dieselben 10 € zahlst du, wenn du eine durchgehende Fahrstreifenbegrenzung überfährst oder der Pfeilrichtung nicht folgst. Überholst du dabei, biegst du links ab oder wendest du, sind es 30 €.
Vor einer Einmündung warten viele Autos, daneben liegt eine freie Sperrfläche. Was gilt für dich?
Innerhalb der Zickzacklinie darfst du nicht halten oder parken: Sie bezeichnet, verlängert oder verkürzt ein an anderer Stelle angeordnetes Halt- oder Parkverbot. Mehr dazu in der Lektion Halteverbotsschild.
Eine Parkflächenmarkierung erlaubt das Parken und schreibt vor, wie du dein Fahrzeug abstellst. Wo sie mit durchgehenden Linien markiert ist, darfst du diese überfahren. Auf Gehwegen gilt die Erlaubnis nur für Fahrzeuge bis 2,8 t zulässige Gesamtmasse.
Auf einem Fußgängerüberweg und bis zu 5 m davor darfst du nicht halten. Alles Weitere zum Zebrastreifen steht in der Lektion Fußgängerüberweg.

Eine Haltlinie ergänzt ein Halt- oder Wartegebot durch Stoppschild, Polizei, Ampel oder Schranke: Hier musst du anhalten. Die Wartelinie empfiehlt dagegen nur, an dieser Stelle zu warten. Wo du ohne Haltlinie oder ohne Sicht anhältst, erklärt die Lektion Stoppschild und Haltlinie.

Was verlangen Absperrungen von dir?
Vor dir stehen rot-weiße Baken auf deinem Fahrstreifen. Was Leitbaken, Leitkegel und ihre Warnleuchten grundsätzlich bedeuten, kennst du aus der Lektion Verkehrszeichen: Arten und Aufbau. Hier zählt, welche Einrichtungen eine Fläche sperren.

Leitschwellen und Leitborde sind gelb und haben die Funktion einer vorübergehend gültigen Markierung: Auch sie heben weiße Markierungen auf. Auf ihnen können Leitbaken stehen.

Dazu kommen fahrbare Absperrtafeln, mit und ohne Blinkpfeil.

Absperrschranken, Leitbaken, Leitschwellen, Leitborde, Leitkegel und fahrbare Absperrtafeln kennzeichnen Arbeits- und Unfallstellen oder sonstige vorübergehende Hindernisse. Sie leiten dich an der gesperrten Fläche vorbei. Diese Fläche darfst du nicht befahren, auch wenn gerade niemand arbeitet.
Du kommst an eine fahrbare Absperrtafel. Ihre Warnleuchten blinken gelb, und niemand arbeitet. Wie verhältst du dich?
Woran erkennst du Hindernisse und den Straßenverlauf?
Du fährst auf eine enge Kurve zu. Richtungstafeln in Kurven, Leitplatten und Leitmale kennzeichnen dauerhafte Hindernisse oder sonstige gefährliche Stellen. Leitmale sitzen etwa an Bauwerken, Bauteilen oder Gerüsten.

Den Verlauf der Straße machen Leitpfosten an den Straßenseiten kenntlich. In der Regel stehen sie im Abstand von 50 m, in Kurven dichter. Wie du damit Strecken einschätzt, zeigt die Lektion Reaktionsweg.
Eine Parkwarntafel kann bei Dunkelheit Fahrzeuge und Anhänger kennzeichnen, die innerorts auf der Fahrbahn halten.

Du kannst jetzt Linien und Absperrungen unterscheiden. Weiter geht es mit Bahnübergängen und dem Andreaskreuz.
Die Verkehrszeichen dieser LektionDein Merkblatt zum Wiederholen: Form und Bedeutung, vor dem Quiz22






















Deutsche Verkehrszeichen. Jedes ist in seiner Lektion im Kapitel 2 des Kurses erklärt.