Gefahrzeichen: Dreieckige Warnschilder und ihre Bedeutung
Hör dir die Zusammenfassung der Lektion an· 2:25
- Dein Tempo muss zu Straße, Verkehr, Sicht und Wetter passen: Du darfst nur so schnell fahren, dass du innerhalb der übersehbaren Strecke anhalten kannst.
- Der schwarze Pfeil auf einem Zusatzzeichen zeigt vor einer Einmündung zur Gefahr in der anderen Straße.
- Das schwarze Kreuz warnt vor einer Kreuzung mit Vorfahrt von rechts.
- Die Warnung vor Schleuder- oder Rutschgefahr gilt bei Nässe oder Schmutz.
- Baken mit drei, zwei und einem Streifen stehen für etwa 240, 160 und 80 m vor dem Bahnübergang.
Unten siehst du die Zeichen nach Gefahren geordnet, jeweils mit der passenden Reaktion.
Vor dir steht ein Warnschild, aber die Gefahr siehst du noch nicht. Genau dafür steht es dort: Du kannst dein Tempo schon vorher anpassen.
Was verlangt ein Gefahrzeichen von dir?
Du fährst eine Landstraße entlang. Am Rand stehen Warnschilder wie „Gefahrstelle“ mit dem Ausrufezeichen oder „Kreuzung oder Einmündung“ mit dem schwarzen Kreuz.

Dass Gefahrzeichen zu erhöhter Aufmerksamkeit mahnen und wo sie stehen, kennst du aus der Lektion Verkehrszeichen: Gefahr-, Vorschrift- und Richtzeichen. Hier lernst du, was die einzelnen Zeichen von dir verlangen. Das Bild im Dreieck nennt die Gefahr. Beim Ausrufezeichen kann ein Zusatzzeichen genauer erklären, was dich erwartet.
Geh früh vom Gas und halte Ausschau nach der angekündigten Gefahr. Du passt deine Geschwindigkeit an, damit du dein Fahrzeug jederzeit beherrschst. Sie muss zu Straße, Verkehr, Sicht und Wetter passen, außerdem zu deinen Fähigkeiten sowie zu Fahrzeug und Ladung.
Du darfst nur so schnell fahren, dass du innerhalb der übersehbaren Strecke anhalten kannst, also der Strecke, die du überblickst.
Fährst du trotz angekündigter Gefahrenstelle mit nicht angepasster Geschwindigkeit, kostet das im gewöhnlichen Fall 100 € und 1 Punkt im Fahreignungsregister („Punkte in Flensburg“).
Wo liegt die angekündigte Gefahr?
Du siehst außerorts ein Warnschild, die Straße wirkt noch frei. Wie weit die Gefahrstelle im Allgemeinen entfernt liegt, weißt du schon aus der Lektion über die Verkehrszeichen.
Ein Zusatzzeichen unter einem Gefahrzeichen kann Entfernung, Länge oder Richtung ergänzen. Hier steht es jeweils unter dem Zeichen „Gefahrstelle“.

- Entfernung und Länge kennst du schon: Links beginnt die Gefahr nach 100 m, in der Mitte erstreckt sie sich über 800 m.
- Richtung: Vor einer Einmündung zeigt der schwarze Pfeil zur Gefahr, wenn sie in der anderen Straße liegt.
Vor einer Einmündung steht unter dem Warnschild ein Zusatzzeichen mit einem schwarzen Pfeil nach links. Was bedeutet das?
Hast du am schwarzen Kreuz Vorfahrt?
Stell dir vor, hinter dem Warnschild mit dem schwarzen Kreuz mündet rechts eine Straße ein. Ein Auto nähert sich von dort. Das Zeichen kündigt Vorfahrt von rechts an, die Regel „rechts vor links“.
Zeig rechtzeitig durch dein Fahrverhalten, vor allem durch mäßiges Tempo, dass du wartest. Fahr erst weiter, wenn du überblicken kannst, dass du Vorfahrtberechtigte weder gefährdest noch wesentlich behinderst. Ist die Stelle unübersichtlich, darfst du dich vorsichtig hineintasten, bis du Übersicht hast. Mehr dazu in den Lektionen Rechts vor links und Vorfahrtsschilder.
Du siehst das Gefahrzeichen mit dem schwarzen Kreuz. An der angekündigten Kreuzung kommt ein Auto von rechts. Wer fährt zuerst?
Was kommt hinter Kurven und Kuppen?
Du kannst den Straßenverlauf noch nicht überblicken. Die Zeichen „Kurve“ und „Doppelkurve“ zeigen, in welche Richtung es zuerst geht.

Pass dein Tempo vor der Kurve an. Bei einer Doppelkurve folgt gleich eine zweite Kurve. Fahr möglichst weit rechts und nur so schnell, wie deine Sicht erlaubt.
Geht die Straße bergab oder bergauf, warnen „Gefälle“ und „Steigung“. Die Zahl in Prozent beschreibt die Neigung: Bei 10 % ändert sich die Höhe auf 100 m Strecke um 10 m.

Auch am Gefälle musst du dein Fahrzeug ständig beherrschen. An einer Kuppe, dem höchsten Punkt einer Anhöhe, siehst du nur ein kurzes Stück der Fahrbahn. Dein Tempo muss zu dieser Sichtstrecke passen.
Was macht die Fahrbahn gefährlich?
Die Straße verläuft gerade, trotzdem kann sie gefährlich sein. „Unebene Fahrbahn“ kündigt eine holprige Strecke an, „Schleuder- oder Rutschgefahr“ warnt vor Nässe oder Schmutz auf der Fahrbahn. Fahr in beiden Fällen langsamer, damit du dein Fahrzeug beherrschst.

Es regnet. Du siehst das Warnschild mit dem Auto und den geschwungenen Spuren. Wie reagierst du?
„Seitenwind“ warnt vor Wind von der Seite. Rechne zum Beispiel an Brücken und an Waldschneisen, also Lücken im Wald, mit Seitenwind. Stell dich darauf ein und passe dein Tempo den Wetterverhältnissen an.

Für besondere Gefahren gibt es eigene Bilder: „Schnee- oder Eisglätte“, „Steinschlag“ sowie „Splitt, Schotter“. Suche die Gefahr auf und neben der Fahrbahn.

Bei besonderen Gefahrenlagen gibt es noch mehr Bilder: „Bewegliche Brücke“, „Ufer“, „Unzureichendes Lichtraumprofil“ und „Flugbetrieb“. Beim Zeichen „Unzureichendes Lichtraumprofil“ zeigt das Bild einen Lkw unter einem Baum: Dort kann es für dein Fahrzeug eng werden. Auch hier gehst du früh vom Gas.

Wie bereitest du dich auf Enge und Verkehr vor?
Vor dir wird die Straße schmaler. „Verengte Fahrbahn“ und „Einseitig verengte Fahrbahn“ zeigen, wo Platz fehlt. Achte auf den Gegenverkehr.

Auf so schmalen Fahrbahnen, dass entgegenkommende Fahrzeuge gefährdet werden könnten, musst du innerhalb der Hälfte der übersehbaren Strecke anhalten können.
Auch „Arbeitsstelle“, „Stau“, „Gegenverkehr“ und „Lichtzeichenanlage“ kündigen Situationen an, auf die du dich früh einstellen musst: eine Baustelle, einen Stau, Fahrzeuge in Gegenrichtung und eine Ampel.

Beispiel: Hinter einer Kuppe ist Stau angekündigt. Verringere früh dein Tempo, damit du innerhalb der übersehbaren Strecke anhalten kannst. Warte nicht, bis du das Stauende direkt vor dir hast.
Mit wem musst du auf der Fahrbahn rechnen?
Am Straßenrand bewegen sich Menschen. Die Zeichen „Fußgänger“, „Kinder“ und „Radverkehr“ lenken deinen Blick auf sie und mögliche Wege über die Fahrbahn. „Fußgängerüberweg“ kündigt einen Zebrastreifen an.

Gegenüber Kindern, hilfsbedürftigen und älteren Menschen musst du besonders durch langsameres Fahren und Bremsbereitschaft jede Gefährdung ausschließen. Bremsbereit heißt: Du bist darauf vorbereitet, sofort zu bremsen.
Gefährdest du eine dieser Personen, zum Beispiel durch zu hohes Tempo, fehlende Bremsbereitschaft oder zu wenig Seitenabstand, zahlst du im gewöhnlichen Fall 80 € und bekommst 1 Punkt. Mehr dazu folgt in der Lektion über Rücksicht auf Kinder und ältere Menschen.
Du näherst dich dem Gefahrzeichen „Kinder“. Wie verhältst du dich?
Vier Zeichen warnen vor Tieren und Reitern auf oder an der Fahrbahn: „Wildwechsel“, „Amphibienwanderung“, „Viehtrieb“ und „Reiter“. Beobachte auch die Straßenränder und passe dein Tempo der angekündigten Gefahr an.

Wie erkennst du einen nahenden Bahnübergang?
Du siehst das Zeichen „Bahnübergang“. Baken, die länglichen Tafeln mit roten Schrägstreifen, können zeigen, wie weit die Gleise noch entfernt sind.

- 3 Streifen: etwa 240 m vor dem Bahnübergang.
- 2 Streifen: etwa 160 m davor.
- 1 Streifen: etwa 80 m davor.
Nähere dich solchen Bahnübergängen mit mäßiger Geschwindigkeit. Ab dem Zeichen „Bahnübergang“, auch mit dreistreifiger Bake, darfst du bis einschließlich des Kreuzungsbereichs von Schiene und Straße keine Kraftfahrzeuge überholen.
Wer dort trotzdem ein Kraftfahrzeug überholt, zahlt im gewöhnlichen Fall 70 € und bekommt 1 Punkt. Was am Bahnübergang selbst gilt, lernst du in der Lektion über Bahnübergang und Andreaskreuz.
Eine Bake hat zwei rote Schrägstreifen und keine Entfernungsangabe. Wie weit ist der Bahnübergang ungefähr entfernt?
Du kennst jetzt die Warnschilder und weißt, wie du auf sie reagierst. In der nächsten Lektion lernst du die Verbotszeichen kennen.
Die Verkehrszeichen dieser LektionDein Merkblatt zum Wiederholen: Form und Bedeutung, vor dem Quiz41









































Deutsche Verkehrszeichen. Jedes ist in seiner Lektion im Kapitel 2 des Kurses erklärt.